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Aus Plänen wie aus Noten lesen

Azubi Kevin Gisch wird Elektroniker, Fachrichtung Automatisierungstechnik

Ein Elektroniker, Fachrichtung Automatisierungstechnik, ist dort gefragt, wo automatische Betriebsabläufe angesagt sind. Kevin Gisch erlernt diesen Beruf bei der Firma Axel Trapp Elektro-Anlagenbau.

Von SZ-Redakteurin

Yvonne Wildschütz

Spiesen-Elversberg. Elektroniker, Fachrichtung Automatisierungstechnik, heißt der Beruf, den Kevin Gisch bei der Firma Axel Trapp Elektro-Anlagenbau in Spiesen-Elversberg erlernt. Der 20-Jährige aus Spiesen steckt gerade in den Prüfungen. Dreieinhalb Jahre dauert diese Ausbildung. Die Berufsschule ist in Dillingen. Unterrichtet wird blockweise, das bedeutet, die Auszubildenden arbeiten wechselweise zwei Wochen und sind eine Woche in der Schule.

Während eines Schulpraktikums bei der Firma Trapp hat Kevin erste Einblicke in den Beruf erlangt. Schnell wusste er: „Das möchte ich machen.“ Daraufhin hat er sich bei Trapp beworben, wurde genommen und ist bis heute mit seiner Entscheidung zufrieden. Mit der Mittleren Reife ist der 20-Jährige ins Berufsleben gestartet. „Das tolle an dem Beruf ist, dass wir immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt werden“, sagt der Auszubildende. Wenn diese Herausforderungen gemeistert seien, sei er stolz, dass es geklappt habe. Geklappt hat im Falle eines Elektronikers, Fachrichtung Automatisierungstechnik, beispielsweise, einen Schaltschrank in der Werkstatt zu bauen und beim Kunden zu installieren. „Beispielsweise gibt es Schaltschränke von uns im Wasserwerk. So wird gewährleistet, dass die Pumpe anläuft. So etwas wird zentral und automatisiert gesteuert“, erklärt Geschäftsführer Axel Trapp. Anhand eines Schaltplanes bauen Kevin und seine Kollegen kleinere und größere Schaltschränke. „Wir lernen aber auch solche Schaltpläne selbst zu erstellen“, berichtet Azubi Kevin Gisch. Trapp ergänzt: „Wie der Musiker seine Noten lernt, so liest der Elektroniker Daten aus seinen Plänen.“ Bis ein solcher Schaltschrank dann fertig ist, kann es schonmal drei Monate dauern. Es gibt laut Trapp und Gisch aber auch Schränke, die durchaus in drei Stunden fertig sein können. Alles, was gesteuert wird, brauche prinzipiell einen solchen Schaltschrank.

Genau deswegen ist Nachwuchs wie Kevin in diesem Bereich gefragt. Der Azubi möchte sich nach seiner Ausbildung gerne weiterbilden. Denkbar sei die Meisterschule oder die Weiterbildung zum Techniker.

 

Auf einen Blick

 

Elektroniker, Fachrichtung Automatisierungstechnik, ist überall gefragt, wo automatische Betriebsabläufe gefragt sind. Das ist heute in jedem modernen Gebäude oder Fertigungsbetrieb der Fall. In diesem Beruf werden Funktionszusammenhänge und Prozessabläufe analysiert und es werden Automatisierungsanlagen entworfen. Auch werden Sensoren, Leiteinrichtungen oder Maschinen- und Prozesssteuerungen installiert. Ebenfalls wird der Elektroniker dieser Fachrichtung fit gemacht im Umgang mit pneumatischen, hydraulischen und elektrischen Antrieben.

Auch beherrscht dieser Elektroniker das Programmieren und Testen von Automatisierungssystemen. Red

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